Layoutoptionen für Druckluftkabel

Die passende Lösung für jede Infrastruktur

Hivoduct Druckluftkabel (PAC) können an unterschiedlichste Projekt- und Infrastrukturanforderungen angepasst werden. Je nach Spannungsebene, Übertragungsleistung und verfügbarem Bauraum kommen unterschiedliche Installations- und Kapselungskonzepte zum Einsatz.

Von Umspannwerken und Industrieanlagen bis zu Tunnel- und Infrastrukturprojekten ermöglichen Druckluftkabel eine flexible und platzsparende Energieübertragung.

Warum unterschiedliche Layoutoptionen?

Die Anforderungen an moderne Energieübertragungssysteme unterscheiden sich je nach Anwendung erheblich. Spannungsebene, Übertragungsleistung, verfügbare Platzverhältnisse sowie Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung beeinflussen die Wahl des geeigneten Installationskonzepts.

Hivoduct Druckluftkabel werden projektspezifisch ausgelegt und können sowohl als einphasige als auch als dreiphasige Systeme ausgeführt werden. Dadurch lassen sich Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen realisieren – von kompakten Installationen in Umspannwerken bis zu leistungsstarken Übertragungsverbindungen über grosse Distanzen.

Bereits in der Planungsphase werden die örtlichen Gegebenheiten und technischen Anforderungen analysiert, um die optimale Kombination aus Kapselung, Befestigungssystem und Trassenführung zu bestimmen.

Bei der Auslegung eines Layouts werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:


  • Spannungsebene und Übertragungsleistung
  • Verfügbarer Bauraum
  • Installationsumgebung
  • Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung
  • Zugänglichkeit für Inspektionen und Reparaturen
  • Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus

Typische Layoutoptionen

Druckluftkabel können in einer Vielzahl von Umgebungen installiert werden. Je nach Projektanforderung kommen unterschiedliche Verlegekonzepte zum Einsatz. Die Wahl des geeigneten Layouts beeinflusst den Platzbedarf, die Zugänglichkeit sowie die Bau- und Betriebskosten einer Anlage.

Die folgenden Installationsarten haben sich in der Praxis besonders bewährt.

Einphasige oder dreiphasige Ausführung?

Einphasig

1-phase
1-phase

Dreiphasig

3-phase
3-phase

Druckluftkabel können sowohl als einphasige als auch als dreiphasige Systeme ausgeführt werden. Die Wahl der geeigneten Konfiguration hängt von den elektrischen Anforderungen, dem verfügbaren Bauraum sowie den projektbezogenen Randbedingungen ab.

Beide Varianten nutzen die gleichen technologischen Vorteile der Druckluftkabel-Technologie, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Platzbedarf, Flexibilität und Installationskonzept.

Einphasige Systeme

Bei der einphasigen Ausführung wird jede Phase in einem eigenen Druckluftkabel geführt. Die drei Phasen werden anschliessend gemeinsam entlang der Trasse installiert.

Vorteile

  • Hohe Flexibilität bei der Trassenführung
  • Geeignet für höchste Übertragungsleistungen
  • Einfache Anpassung an komplexe Einbausituationen
  • Individuelle Anordnung der Phasen möglich

Typische Anwendungen

  • Höchstspannungsverbindungen
  • Lange Übertragungsstrecken
  • Tunnelanlagen
  • Projekte mit erhöhten Anforderungen an Leistung und Redundanz

Dreiphasige Systeme

Bei dreiphasigen Systemen werden alle drei Leiter innerhalb eines gemeinsamen Druckluftkabels geführt. Dadurch entsteht eine besonders kompakte Lösung mit geringem Platzbedarf.

Vorteile

  • Kompakte Bauweise
  • Reduzierter Installationsaufwand
  • Geringer Flächenbedarf
  • Effiziente Nutzung bestehender Infrastrukturkorridore

Typische Anwendungen

  • Städtische Infrastruktur
  • Kabelgräben
  • Rohr- und Mikrotunnelsysteme
  • Projekte mit begrenztem Bauraum

Platzbedarf und Leistungsdichte

Der verfügbare Raum wird bei der Planung neuer Energieinfrastrukturen zunehmend zum entscheidenden Faktor. Insbesondere in urbanen Gebieten, entlang bestehender Verkehrskorridore oder bei der Modernisierung von Bestandsanlagen stehen häufig nur begrenzte Flächen zur Verfügung.

Druckluftkabel ermöglichen eine hohe Übertragungskapazität bei gleichzeitig geringem Platzbedarf. Durch die kompakte Bauweise und die effiziente Wärmeabfuhr können grosse Leistungen auf engem Raum übertragen werden.

Mehr Leistung pro Meter Trassenbreite

Zur Bewertung unterschiedlicher Übertragungstechnologien wird häufig die sogenannte Corridor Power Density (CPD) verwendet. Sie beschreibt die übertragbare elektrische Leistung bezogen auf die benötigte Trassenbreite.

Je höher die Leistungsdichte, desto effizienter wird der verfügbare Raum genutzt.

Druckluftkabel erreichen aufgrund ihrer kompakten Bauweise und der flexiblen Installationsmöglichkeiten besonders hohe Leistungsdichten und eignen sich daher insbesondere für Anwendungen mit begrenztem Bauraum.

Typische Leistungsdichten

Installationsart

Übertragungsleistung

Typische Leistungsdichte

Schutzrohr / Kabelgraben

bis 280 MW

350–500 MW/m

Wand- oder Tragstruktur

bis 780 MW

bis 550 MW/m

Mikrotunnel / Rohrsystem

bis 1'600 MW

1'000–1'600 MW/m

Begehbarer Tunnel

bis 3'600 MW

1'500–1'800 MW/m

Die angegebenen Werte dienen als typische Referenzgrössen. Die tatsächliche Auslegung erfolgt projektspezifisch.

Vorteile bei begrenztem Bauraum

Druckluftkabel bieten insbesondere dort Vorteile, wo bestehende Infrastrukturkorridore genutzt oder neue Leitungsverbindungen in dicht bebauten Gebieten realisiert werden müssen.

Typische Anwendungsbereiche

  • Urbane Übertragungsnetze
  • Industrie- und Energieareale
  • Tunnel- und Infrastrukturprojekte
  • Ersatz bestehender Freileitungen
  • Ausbau von Netzkapazitäten ohne zusätzliche Korridorbreite

Vorteile

  • Hohe Übertragungskapazität auf engem Raum
  • Effiziente Nutzung bestehender Trassen
  • Reduzierter Flächenbedarf
  • Flexible Integration in bestehende Infrastruktur
  • Geeignet für zukünftige Leistungserhöhungen


Projektbezogene Auslegung

Jedes Energieübertragungsprojekt stellt unterschiedliche Anforderungen an Leistung, Spannungsebene, Trassenführung und verfügbare Infrastruktur. Deshalb werden Hivoduct Druckluftkabel nicht als Standardsysteme, sondern projektspezifisch ausgelegt.

Bereits in einer frühen Planungsphase werden die technischen und räumlichen Randbedingungen analysiert, um die optimale Systemkonfiguration zu bestimmen.

Individuell auf die Anwendung abgestimmt

Die Auslegung erfolgt unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren:

  • Spannungsebene
  • Übertragungsleistung
  • Trassenlänge
  • Verfügbare Platzverhältnisse
  • Installationsumgebung
  • Anforderungen an Betrieb und Instandhaltung
  • Erweiterungs- und Redundanzkonzepte

Auf dieser Grundlage werden Kabelaufbau, Kapselung, Befestigungssysteme und Installationslayout optimal aufeinander abgestimmt.

Flexible Systemkonfiguration

Druckluftkabel können an unterschiedlichste Projektanforderungen angepasst werden.

Mögliche Ausführungen umfassen:

  • Einphasige oder dreiphasige Systeme
  • Installation in Tunneln, Gräben oder Rohrsystemen
  • Wand-, Decken- oder Tragwerksmontage
  • Individuelle Festpunkt- und Führungssysteme
  • Unterschiedliche Spannungsebenen und Stromtragfähigkeiten

Dadurch lassen sich sowohl kompakte innerstädtische Anwendungen als auch leistungsstarke Übertragungsverbindungen über grosse Distanzen realisieren.

Von der Planung bis zur Umsetzung

Hivoduct unterstützt Projekte von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur technischen Umsetzung. Dabei werden elektrische, mechanische und infrastrukturelle Anforderungen ganzheitlich betrachtet, um eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Lösung zu entwickeln.

Die projektbezogene Auslegung ermöglicht eine optimale Balance zwischen Übertragungsleistung, Platzbedarf, Betriebssicherheit und Investitionskosten.

Gemeinsam die optimale Lösung entwickeln

Jedes Projekt stellt unterschiedliche Anforderungen an Energieübertragung, Infrastruktur und verfügbare Flächen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl der geeigneten Druckluftkabel-Konfiguration für Ihre Anwendung.

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